Wo fliegt bloß meine Discgolf-Scheibe hin?

Minigolf und Frisbee kennt jeder, aber ihr habt bestimmt schon von einem anderen coolen Sport gehört: Discgolf. Bei super-tollem Wetter lockt der Discgolf-Park im Kurpark Schmiedinghausen in Bad Fredeburg mit seinen 18 Bahnen. Ich garantiere euch, hier werdet ihr super viel Spaß haben!

Eine richtig coole Kombination aus Minigolf und Frisbee ist Discgolf. Sogar Meisterschaften gibt es schon in dieser Sportart, also versuche ich mich heute auch mal daran. Die 18 Amateur-Abwürfe haben im Discgolf-Park Bad Fredeburg zwischen 32 und 121 Meter Länge. Im Wald muss man die Scheibe je nach Bahn den Hang hoch werfen, runter werfen und auch zwischen den Bäumen hindurch. Klingt leicht? Wir werden sehen…

Woher bekomme ich die Scheiben?

Tja, das habe ich mich auch gefragt. Ich selber habe nämlich keine eigenen, will aber unbedingt heute Discgolf spielen. Ausleihen ist das Zauberwort! Ich empfehle euch die Leihscheiben, die ihr an der Tourist-Information im Kurhaus, im Restaurant Guntermann’s Stuben und bei der Minigolf-Anlage gegen eine kleine Gebühr ausleihen könnt.

Eigene Scheiben gibt es zum Beispiel im Spielzeug-Fachhandel zu kaufen. Die meisten Spieler besitzen zwei Stück, einmal den Driver für lange Würfe und dann noch den Putter für die meist kürzeren Korbwürfe. Beim ersten Spiel reicht aber auch eine Scheibe, um erstmal ein Gefühl für den Sport zu bekommen. Mit Frisbee-Scheiben könnt ihr aber kein Discgolf spielen, denn die Unterschiede sind zu groß.

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Die ersten Wurfübungen

Im schönen Kurpark Schmiedinghausen findet ihr die ersten drei Bahnen vom Discgolf-Park. Man könnte sagen: sie sind „zum Warmwerfen“. Das letzte Frisbee-Spiel ist schon ein bisschen her, also kann ich mir bei den ersten drei Bahnen nochmal das Werfen der Scheibe in Erinnerung rufen. Ich mache zur Sicherheit erst noch ein paar Trockenübungen, damit ich auch gut treffe. Trotzdem ist der Start mit 5 Würfen dann doch eher mittelprächtig. Meine Scheibe fliegt nämlich nicht so weit, das klappt bei meinem „Gegner“ Leonhard irgendwie besser…. Aber dazu später mehr.

Im Wald ist es dann anspruchsvoller, denn hier muss ich die Scheibe zwischen den Bäumen zum Korb werfen. Gar nicht so einfach! Mir springt doch recht oft ein Baum in meine Wurfbahn. 😀 Besonders, weil wir auch oft am Hang hoch werfen müssen und die Bäume dann auch manchmal ungünstig im Weg stehen. Daher habe ich die Bäume mehr als einmal getroffen…

Tipps für den großen Wurf

Im Großen und Ganzen hat Discgolf viel mit dem Frisbee-Spiel gemeinsam, also habe ich die grundsätzliche Technik schon im Gepäck. Schwieriger ist dann doch eher das zielgerichtete Werfen, vor allem die Korbwürfe. Als Anfängerin werfe ich aber trotzdem relativ passabel und das Wichtigste: ich habe richtig viel Spaß beim Spielen! Die Scheibe halte ich fest in der Hand, dann drehe ich das Handgelenk und den Unterarm ein und versuche, der Scheibe richtig viel Schwung mitzugeben, damit sie ganz weit fliegt.

Einen Hinweis habe ich noch: Achtet auf die fliegenden Scheiben, damit euch nichts passiert. Mich hätte beinahe eine fliegende Scheibe getroffen. Bleibt also lieber immer hinter dem werfenden Spieler, damit euch nichts passiert. Hohe Würfe sind nicht immer weit, also probiert auch mal flachere Würfe aus.

Bahn 9; 56 Meter

Action im Wald

Nach den ersten drei Bahnen geht es in den Wald. Auf dem Discgolf-Parkplan könnt ihr die Lage der Bahn und den jeweiligen Zielkorb erkennen. Die Park-Fläche sieht unglaublich weitläufig aus, aber beim Spielen merkt man das nicht. Beim Hoch- und Runterlaufen am Hang bin ich zweimal ein wenig gerutscht (also aufpassen, wenn ihr im Discgolf-Park unterwegs seid!). Zum Glück trage ich feste Schuhe, die auch dreckig werden dürfen.

An der ersten Bahn im Wald, Bahn Nummer 4, denk ich zuerst „Wie soll ich denn bis zum Korb werfen? Das geht doch niemals!“, und genauso kommt es dann auch. Nach 6 Würfen (zwei davon gegen einen Baum) liegt die Scheibe auch endlich im Korb! Ich schiebe das alles auf meine Künste als Anfänger, doch auch nach Bahn 6 werden meine Würfe nicht besser. Also tausche ich meine Scheibe für Bahn 7 mit Leonhard und siehe da: auch er kommt nicht besonders weit damit.

Ich treff’ den Korb vor lauter Bäumen nicht…

Leonhard hat schon mehrmals Discgolf gespielt und kennt auch den Grund dafür: ich habe einen Putter, also eine für kurze Würfe geeignete Scheibe, während er mit einem Driver spielt. Unser Spiel heute lassen wir also als „Freundschaftsspiel“ zählen, nicht als richtigen Wettkampf. Alles andere wäre unfair! 😉

Bei Bahn 9 gefällt mir wieder einer der Bäume so gut, dass meine Scheibe dagegen fliegen „darf“. Aber damit nicht genug: die Scheibe fällt runter und kullert wirklich den Hang runter! Wo will die bloß hin? Seht selbst:

Und fröhlich kullert die Scheibe

Ich hab mich kaum noch eingekriegt vor Lachen, weil meine Scheibe sich da so einfach aus dem Staub machen wollte. Ich hab sie nämlich nicht auf halbem Weg stoppen können, wie ich es noch versucht habe. 😀 Dafür hat mein Gegner Leonhard bei Bahn 13 auch seine Liebe zum Baum entdeckt: seine Scheibe küsst zuerst eine große Fichte und dann noch eine kleine Fichte im nächsten Wurf. Der dritte und vierte Wurf ist auch nicht besser… Insgesamt braucht er 5 Würfe, bis seine Scheibe im Korb liegt.

Für die nächsten Bahnen geht es nun hangabwärts und bei Bahn 17 brauche ich sogar einen Wurf weniger als mein Gegner! Endlich bin ich mal besser. Im Endergebnis macht das wenig aus, aber dieser Moment ist trotzdem für mich phänomenal!

Bei der letzten Bahn (Nummer 18) tut sich dann eine Überraschung auf: Auf dem Weg zum Korb fällt mir neben einem umgestürzten Baum ein Rinnsal auf, welches direkt aus dem Waldboden strudelt. Das Wasser sucht sich seinen Weg zum Bächlein Schmiedinghausen, der auch durch den Kurpark fließt.

Euer Weg zum Discgolf-Erlebnis

Für das erste Mal habe ich mich leider nur mittelmäßig geschlagen, aber eins weiß ich: Ich muss eigene Scheiben haben, denn ich werde jetzt öfter spielen. Während unseres Besuchs waren viele andere Spieler unterwegs, auch eine Gruppe mit 8 Leuten, eine Familie mit Kindern und drei kleinere Gruppen. Mir gefällt besonders, dass die Anlage größtenteils im Wald liegt. So hat man im Sommer dann ein wenig Schatten, denn beim Discgolf-Spiel kommt man schon ein wenig ins Schwitzen!

Fast geschafft! Bahn 18; 85 m

Hier findet ihr die Informationen der Tourist-Information Bad Fredeburg sowie das Infoblatt und den Übersichtsplan. Für die geliehenen Discgolf-Scheiben habe ich insgesamt eine Gebühr von 4€ bezahlt und einen Pfand da gelassen. Eure Wurfanzahl schreibt ihr auf eine Score-Card, die ihr auch an der Touristik-Information erhaltet. Natürlich könnt ihr euch die Score-Card auch selber freihand aufmalen. Vergesst die festen Schuhe nicht, denn der Park liegt zum Großteil im Wald.

Ich wünsche euch viel Spaß, gute Würfe und spannende Spiele! Habt ihr auch schonmal Discgolf gespielt?

84 Würfe hab ich gebraucht, „nur“ 13 weniger als mein Gegner Leonhard 🙂

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