Essen auf Rädern oder: Streetfood für Sauerländer!

Cheatday Streetfood Meschede Sauerland

Einmal Großstadt-Feeling, bitte!  Zumindest wirkte die hippe Veranstaltung am Stiftsplatz in Meschede so auf mich. Geboten wurde exklusives, teilweise exotisches Essen, welches mal eine willkommene Abwechslung zur sonst sehr guten sauerländischen Küche darstellt. Aber wie heißt es so schön? Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht! Ich konnte aber nicht widerstehen, ebenso meine zwei Freunde nicht …

Was für ein heller, warmer Sonntag mitten im sonst grau-herbstlichen Oktober! Gerade nach der vergangenen Regen-Woche ist dieses strahlend-schöne Wochenende eine Wohltat. Wie gemacht für das Cheatday-Streetfood-Festival in Meschede! Zusammen mit zwei Freunden besuche ich den Stiftsplatz in der Hoffnung auf kulinarische Besonderheiten. Gut besucht, aber nicht zu voll ist es und es herrscht eine tolle Atmosphäre. 

Nicht nur ich freue mich auf das Entdecken der Köstlichkeiten!

Zuerst machen wir eine erste Orientierungsrunde über den Platz. Wir können es kaum erwarten! Wir verschaffen uns einen Überblick, was uns erwartet, was wir essen wollen und was uns nicht so neugierig macht. Gar nicht so verkehrt bei etwa 12 verschiedenen Foodtrucks und -zelten. Wir sehen unter anderem Tacos, Pulled Pork Burger, Burger mit Straußenfleisch, Nudeln, Falafel, Pierogi und Spätzle. Man kann unmöglich alles probieren, also müssen wir leider eine Auswahl treffen. Sonst müssen wir nach Hause rollen 😉 Ich sehe Besucher aus allen Altersklassen, damit hätte ich gar nicht gerechnet! Ich finde es richtig toll, dass sich hier alle kulinarisch verwöhnen lassen können und wollen.

Bei so viel leckerem Essen fällt die Auswahl zwar schwer, aber eine Futterbude hat es uns auf den ersten Blick angetan: die „Steakschmiede“. Black Angus Rind klingt seeeehr lecker! Also essen wir zuerst dort. Die zwei Jungs hinter der Theke sind sofort Feuer und Flamme und freuen sich, uns unsere Burger zuzubereiten. Wir bekommen den Black Angus Rind Burger im Thymianbrötchen in zwei Variationen. Meine Begleiter nehmen ihn mit Rotkraut und Chipotle-Dressing und ich werde mich an den Burger mit Rucola und Orangensenf wagen. Jetzt setzen wir uns erstmal auf eine der Bänke und genießen diesen verführerischen Burger! Ich mache einen Biss und….

Das könnte ich jeden Tag essen!

WOW! Einfach Wow! Dieses Fleisch…. Hammerlecker! Intensiv, saftig, lecker!

Wann hab ich mal ein so geiles Fleisch gegessen?! Auf den Punkt gegrillt, medium und so richtig schön saftig. Es wurde nach dem Schneiden nur mit ein wenig Salz gewürzt und mehr braucht es auch gar nicht! Die Soße und das Gemüse der beiden Varianten harmonieren supertoll mit dem Fleisch und geben dem Burger einen einzigartigen Geschmack. Auch wenn man Fleisch lieber durchgegart isst, so wird dieser Burger vielleicht den ein oder anderen vom Gegenteil überzeugen können. Einzig das Thymianbrötchen kommt geschmacklich nicht zum Zug, aber mich hat der Rest überzeugt. Ich würde diesen Burger auf jeden Fall nochmal essen! Ein Burger hat 6,90€ gekostet, ich finde den Preis für dieses Geschmackserlebnis wirklich angemessen und überhaupt nicht zu teuer.

Wir bleiben nach diesem ersten Essen noch ein wenig in der Sonne sitzen. Nach der verregneten Woche hätte niemand mehr an den Wettergott geglaubt. Man hört Musik aus den Boxen schallen, die Besucher lachen und die Stimmung ist fröhlich und ausgelassen. In der Luft liegen so viele unterschiedliche Düfte, angefangen bei Kaffee, Waffeln, eine Nuance Chili, auch Zwiebel und Käse ist wahrnehmbar. Es zischt, als die Jungs der Steakschmiede nochmal Fleisch auf den Grill legen.

Überall kann man auch Geräusche an den anderen Ständen vernehmen. Man hört eine Fritteuse, in die gerade wahrscheinlich Süßkartoffel-Pommes getaucht werden. In einer anderen Bude wird gerade eine Salatzange zum Belegen von Burritos benutzt. Ich höre auch, wie jemand etwas umrührt. Irgendwo schneidet jemand auch etwas, vielleicht Kräuter für einen Burger. Im Getränke-Rondel werden Getränke eingeschenkt und an der Theke stoßen zwei Herren mit ihrem Bier an und unterhalten sich angeregt über das Essen.

An den Tisch neben uns setzen sich gerade ein paar Jugendliche. Alle haben einen Black Angus Burger in der Hand… die kommen also gut an! Wir sind uns einig: weiter geht’s zum nächsten kulinarischen Highlight!

Nudeln, Trüffel und ein ganzer Laib Parmesan!

Schon mal Nudeln in Trüffelsoße gegessen? Ich nicht, zumindest bis zu diesem Sonntag nicht. Die Zubereitung war schon etwas besonders. Zuerst wurden die fertigen Nudeln in einer Pfanne mit der Soße vermengt, um dann anschließend in einem ausgehöhlten Parmesanleib geschwenkt zu werden. Ich liiiiiebe Parmesan! Und da steht ein ganzer Laib, in dem die Nudeln gerührt werden…! Es ist zwar ein Hartkäse, aber glaubt mir, auch der kann schmelzen und wird so die Nudeln verfeinern.

Jetzt werden erstmal ein paar Nudeln probiert! Hmmm… die Soße ist schön sämig und die Nudeln sind al dente. Ich schmecke verschiedene Noten von Parmesan und der Soße, und da ist ein Geschmack den ich noch nicht kenne. Das muss der Trüffel sein…hm. So exklusiv Trüffelsoße auch klingt, ich bin ein wenig enttäuscht. Es schmeckt lecker, aber trotz des Trüffels leider nicht allzu außergewöhnlich. Allenfalls etwas pfeffrig, aber irgendwie hab ich mir mehr versprochen und auch mehr erwartet. Schade. Lecker sind die Nudeln, aber das besondere Etwas fehlt mir leider. Für mich leider nicht unbedingt die Wahl Nr. 1, ich denke Trüffel schmeckt nicht jedem sofort beim ersten Mal.

Dann doch lieber noch mal was ganz anderes!

Mein Abenteuer namens Falafel!

Ab zum nächsten Stand. Diesmal steht etwas Unbekanntes auf dem Speiseplan: Falafel, die sehen aus wie kleine vegetarische Frikadellen. Ich wusste nicht, woraus diese kleinen Bällchen gemacht werden, mittlerweile weiß ich es: Kichererbsen. Wie konnte das an mir vorbeigehen? Ich mache mir gerne Kichererbsen-Salat, aber von diesen Falafel habe ich vorher nie gehört. Ich bin gespannt, wie sie schmecken! Zur Wahl stehen verschiedene Toppings, zum Beispiel Berliner Art mit Tomatensoße und Curry, Hawaii mit Currysoße und Ananas, oder meine Wahl: Knoblauchsoße, Jalapenos und frisch geriebener Parmesan. Allein der Parmesan lockt mich schon!

Überraschung…

Dieses vegetarische Gericht hat mich nicht nur überrascht, sondern auch überzeugt. Ich hätte nicht gedacht, dass mein gewähltes Topping so gut zusammenpasst und einen so appetitlichen Geschmack ergibt. Knoblauch und Parmesan zusammen? Kichererbsen und Jalapenos? Klingt schon eher abenteuerlich, aber ich würde es auf jeden Fall wieder essen! Ich glaube, ich werde mich zuhause mal dran versuchen und Falafel selber machen. Schließlich hat man nicht immer das Glück, dass gerade ein Streetfood-Festival in der Nähe stattfindet. Ich kann mir auch eine selbstgemachte Soße mit Zucchini gut dazu vorstellen!

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Nochmal Burger?

Meine Begleiter wollen – typisch Männer 😉 – nochmal Fleisch. Sie überlegen, ob wir Pulled Pork probieren sollen. Dieses langsam und über Stunden gegarte Schweinefleisch wird zerrupft serviert. Von Pulled Pork habe ich in diesem und im letzten Jahr immer wieder mal gehört, es ist schon eine Art Trend geworden. Ich hab mal ein Rezept in einem Grillbuch gesehen, aber dran versucht habe ich noch nie – die stundenlange Zubereitung hält mich davon ab. Ich bin dann doch eher der ungeduldige Typ und will nicht so lange warten.

Die beiden Männer sind so neugierig, dass es nun endlich mal probiert werden muss. Also steuern wir den Foodtruck mit diesen Burgern an. Die Wahl zwischen Barbecue und Chilli-Cheese fällt leicht, wenn man lieber nicht so scharf isst. Ein relativ großer Burger findet also den Weg in unsere Hand. Wir sind so gespannt, dass wir am liebsten sofort reinbeißen wollen. Da wird gerade eine Bank frei und wir setzen uns wieder in die herbstlich-warme Sonne.

Pulled Pork Burger mit der leckeren Soße – jetzt ist klar, warum ich mich bekleckert habe!

Der erste Biss in den Burger, und direkt hab ich Soße auf dem T-Shirt. Eigentlich hätte ein Tollpatsch wie ich das schon beim ersten Gericht schaffen müssen 😉 Ein wenig ärgere ich mich schon, denn die Soße ist lecker. Ich finde sie genau richtig. Rauchig, würzig, ein klitzekleines bisschen scharf (aber angenehm, nicht so brennend), sie rundet das Schweinefleisch genau ab. Das Fleisch ist schön zerrupft, nicht trocken und geschmacklich kräftig.

Und trotzdem hab ich schon nach vier Bissen genug von dem Burger. Irgendwie ist es mir dann doch zu viel Fleisch, denn ansonsten ist nur ein wenig Krautsalat und Soße drauf und das Brötchen. Die Männer sind natürlich begeistert, denn „es kann ja nie genug Fleisch auf einem Burger sein“. Ich versuche mich dann doch lieber noch an einem anderen Gericht!

Garnelenburger, Vegetarisch, Tacos…?

Ich hab noch nie frische Tortillas gegessen. Also muss ich die Gelegenheit nutzen und beim „Foodies Truck“ genau die bestellen. Mit Tortilla meine ich nicht die hierzulande servierten Chips im Kino mit Dip, sondern die Variante mit Chili con Carne und Co.! Die runden Fladen schneidet der nette Mann im Foodtruck in dreieckige Stücke, dann werden sie frisch frittiert. Angerichtet auf einem Pappteller, werden sie mit Chili con Carne, Jalapenos und Knoblauchsoße kombiniert und schon kann ich endlich probieren.

Tacos mit leckerem Chili con Carne, Jalpenos, Käse und Knoblauchsoße

Die Portion ist ordentlich groß, ich frage mich schon wie ich das alles noch schaffen soll… Aber meine beiden Freunde lassen sich nicht lange bitten und essen fleißig mit. Die Jalapeno-Stücke sind gehörig scharf und es brennt im Mund, aber mir schmeckt es richtig gut in Kombination mit dem Chili und den frischen Chips. Durch die Knoblauchsoße werde ich bestimmt morgen noch stinken, aber das ist mir egal: es lohnt sich definitiv, es ist so verdammt lecker! Man schmeckt die Liebe, mit der das Chili gekocht wurde. Die Soße passt super dazu und es lässt sich dank der Tortillas perfekt ‚löffeln‘. Ich bin mittlerweile fast endgültig satt, ich hab heute soooo viel gegessen! Die Portion ist fast leer, es ist nur noch ein Stückchen Jalapeno übrig. Mir brennt es noch ganz schön auf der Zunge, aber ich möchte unbedingt noch eins… Soll ich, oder lieber nicht…? Ich will… Aaaaaaaaaargh, jetzt brennt es wieder wie Feuer! Aber soooo lecker 🙂

Es fährt ein Schiffchen daher…

Nachtisch geht immer! Denn genau der fehlt uns noch. Wir haben die Wahl zwischen Bubble-Waffeln und Softeis-Schiffchen. Die Bubble-Waffeln sehen ein wenig aus wie Luftpolsterfolie aus Waffelteig. Mich reizt das nicht so, denn ich mag heute, an diesem sonnigen Tag, lieber Eis essen.  Also gehen wir drei zum „Soft-Sailor“ und bestellen uns drei verschiedene Boote.

So liebevoll und süß angerichtet, da trauen wir uns kaum, die Kunstwerke zu verspeisen! Mit Esspapier ist das Segel gebaut, ein Lutscher und ein Fähnchen vollenden zusammen mit einer Waffel das Schiff. Wir haben verschiedene Soßen bestellt, dazu gibt es bunte Streusel und Krokant. Ich liebe Softeis… Und hier mischen sich Erdbeersoße und Krokant, Schokoladensoße und bunte Streusel, Amarenakirsch-Soße und bunter Streusel mit Krokant.

Die Softeis-Fregatte ist in See gestochen!

Ich nehme den ersten Löffel Eis in den Mund und muss erstmal das Eis genießen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich in diesem Jahr nochmal Eis draußen essen werde! Einen richtigen Sommer hatten wir ja nicht direkt, zumindest hier im Sauerland eher nicht. Das Eis gibt mir das Gefühl von Spätsommer und es schmeckt so herrlich erfrischend! Wir sitzen hier in Meschede in der Sonne und können die angenehm wärmenden Sonnenstrahlen und Eis genießen.

Satt und glücklich sitzen wir auf der Bank und lassen das Streetfood-Festival noch auf uns wirken. Man merkt hier genau, dass die zumeist jungen Gastronomen hinter den Theken und in den Foodtrucks gerne hier sind. Sie haben ein Lachen auf den Lippen und freuen sich, auch wenn es zeitweise recht stressig ist. Die Leidenschaft, mit der sie die Gerichte zubereiten, ist greifbar und für die Besucher schmeckbar! Alle haben ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht und reisen jedes Wochenende an einen anderen Ort in Deutschland und teilweise auch ins nahe Ausland, um den Besuchern immer wieder aufs Neue sehr ansprechendes, besonderes Essen zu servieren.

Ich freue mich schon auf das nächste Streetfood-Festival in Meschede, hoffentlich im kommenden Frühjahr! Hier findet ihr weitere Informationen zum Veranstalter des Cheatday-Streetfood-Festivals, ab Januar auch die Termine für das Jahr 2018.

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Veröffentlicht von Wilde Hilde

Wilde Hilde

Wilde Hilde - Das bin ich, eure abenteuerlustige Hilde, die hier regelmäßig für euch packende und inspirierende Erlebnisberichte schreibt. Hier werdet ihr immer wieder neue Ideen für eure Aktivitäten im Sauerland finden. Als echte Sauerländerin gebe ich euch hier die besten Tipps und nehme euch mit auf diese erlebnisreiche Entdeckungsreise durch das traumhaft schöne Land der tausend Berge. Für mich gibt es keinen schöneren Ort zum Leben! In meiner Freizeit lese ich gerne und viel, vor allem Romane. Wenn ich mal nicht lese, schreibe oder das schöne Sauerland entdecke, dann stehe ich in der Küche und zaubere Leckereien wie Kuchen, Plätzchen und Herzhaftes. Seid gespannt, was wir zusammen noch erleben werden!

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