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Die 5 außergewöhnlichsten Osterrituale

Karneval – oder Fasching – ist vorbei und damit auch die bunteste Zeit des Jahres. Farbenfroh und verrückt wird es allerdings auch an Ostern. Da es bis zum Osterfest nicht mehr weit ist, haben wir für euch die 5 außergewöhnlichsten Osterbräuche aus aller Welt recherchiert.

 

1 – Fifty Shades of Bunt

In manchen Regionen ist Ostern die perfekte Zeit, seine Vorlieben auszuleben. So ist es zum Beispiel Brauch, dass Männer in Tschechien, Ungarn und Rumänien ihre Frauen mit einer geschmückten Osterrute schlagen. Der Schlag ist natürlich rein symbolischer Natur und wird auch nicht wirklich fest ausgeführt. Trotzdem scheint der Akt bei den Damen sehr gut anzukommen, denn die „bezahlen“ ihre Männer im Gegenzug mit Ostereiern oder sogar mit etwas Bargeld.

Der tatsächliche Ursprung dieses Brauchs stammt übrigens aus einer Überlieferung, nach der dadurch die Gesundheit und Schönheit der Frauen erhalten bleiben sollen.

 

2 – Kopf hoch!

Auf den Philippinen fördert Ostern das Wachstum. Aber nicht das wirtschaftliche, sondern das der jüngsten Generation. Dort ist es nämlich Brauch, Kleinkinder zum Klang der Osterglocken am Kopf zu packen und hochzuheben. Das soll nach alter, philippinischer Überlieferung dafür sorgen, dass die Kinder nicht aufhören zu wachsen. Sicher ist auf jeden Fall, dass die Kinder für einen kurzen Augenblick eine bessere Aussicht genießen können.

 

3 – Eier-Rollen

In England ist es Tradition, hartgekochte und bemalte Eier eine steile Straße oder einen Hang hinunterzurollen, mit dem Ziel, die Schale komplett zu zerbrechen. Dieser Brauch ist vielleicht nicht besonders außergewöhnlich, aber kann recht ineffizient sein. Mit dem in Deutschland sehr verbreiteten Brauch des „Eiertitschens“, bei dem zwei Eier aneinandergeschlagen werden, um zu sehen, welches der Belastung Stand hält und welches nicht, wird das Ziel einer zerbrochenen Eierschale mit deutlich weniger Aufwand erreicht.

 

4 – Nicht alle Glocken am Kirchturm

Vielerorts werden am Karfreitag keine Osterglocken geläutet. Die Ursache dafür wird den Kindern in Teilen Europas anhand einer sehr kreativen Geschichte erklärt. In dieser fliegen die Osterglocken an Karfreitag nach Rom, um Süßigkeiten für die Kinder zu holen. Am Ostersonntag kommen sie dann zurück und läuten wieder. Süßigkeiten gibt es Sonntags auch. Damit haben die Osterglocken ein lückenloses Alibi.

 

5 – Die gehen doch zum lachen in die Kirche!

Diesen Brauch gibt es leider nicht mehr, aber er war vor allem in Bayern ein fester Bestandteil des Osterfestes vom 14. bis 19 Jahrhundert. Zu dieser Zeit war es erlaubt und erwünscht, in der Osterpredigt zu lachen. Teilweise auch gerne laut und lange und zur Not unter Einsatz von knackigen Witzen durch den Pfarrer. Das Osterlachen ist die einzige Erwähnung von Gelächter in der christlichen Ordnung und wurde ansonsten auch nicht gerne in Predigten gesehen. Mittlerweile ist der Brauch leider in Vergessenheit geraten. Das ist schade, denn etwas mehr Lachen würde uns sicherlich allen sehr gut tun.

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