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7 Fakten über die Nordsee, die Sie wahrscheinlich noch nicht kannten

Wir wissen alle, dass die Nordsee eines der beliebtesten Urlaubsziele Deutschlands ist. Wir wissen auch, dass sie Namensgeber für eine Fisch-Fastfood-Kette ist. Aber wussten Sie zum Beispiel, dass die Nordsee bis zum Ende des 19. Jahrhunderts vorwiegend Deutsches Meer genannt wurde? Sieben interessante Fakten über die Nordsee möchten wir heute mit Ihnen teilen.

7 – Ganz schön was los hier

Die südliche Nordsee ist die am dichtesten befahrene Schifffahrtregion der Welt. Das liegt wohl mitunter auch daran, dass Exportweltmeister Deutschland von hier aus seinen transatlantischen Handel aufs Wasser schickt.

6 – Land unter

Der Wasserpegel der Nordsee steigt im Schnitt um 33cm pro Jahrhundert. Das sind zwar nur knapp über 3mm pro Jahr – allerdings bedeutet dies, dass in etwa 2000 Jahren die Nordseeküste deutlich weiter landeinwärts liegen dürfte.

5 – Wir sind Nordsee

Der ursprüngliche Name der Nordsee war Deutsches Meer – obwohl wir uns das Gewässer mit 7 anderen Nationen teilen (Großbritannien, Frankreich, Belgien, Niederlande, Dänemark, Schweden und Norwegen). Der Name stammt aus einem frühzeitlichen griechischen Atlas aus dem 2. Jahrhundert. Dort wurde die Nordsee als Germanikòs Ōkeanós, also Deutsches Meer aufgeführt. Erst zu Beginn des 20 Jahrhunderts etablierten sich die Namen Westsee und Nordsee – von denen sich Letzterer durchgesetzt hat.

4 – Launisches Meer

Im frühen bis mittleren zweiten Jahrtausend wurden verschiedene Küstenabschnitte der Nordsee von drei verheerenden Sturmfluten heimgesucht. Im Jahre 1164 an der niederländischen Küste, 1228 an den Küsten Ost- und Westfrieslands und 1362 an der Deutschen Bucht. Die Aufzeichnungen zu dieser Zeit waren zwar nicht so genau, wie die des 21. Jahrhunderts, jedoch lassen die die dokumentierten 100.000 Todesopfer pro Sturmflut das Ausmaß dieser Katastrophen erahnen.

3 – Fischers Fritz fischt frische Fische

Jedes Jahr werden etwa 2.000.000 Tonnen Fisch aus der Nordsee gefangen. Wenn man von einem durchschnittlichen Gewicht von 1.000 Gramm pro Fisch ausgehen würde, wären das 2.000.000.000 (2 Milliarden) Fische. Der Anteil, den Deutschland zu diesen absurden Zahlen beisteuert, ist seit den 50er-Jahren stark rückläufig. Während der Fischfang aus der Nordsee 1950 noch über 250.000 Tonnen betrug, beziffert eine Statistik aus dem Jahre 2002 ein Volumen von 69.000 Tonnen.

2 – Wind-Power

Windkraftanlagen sind da am effizientesten, wo der Wind am stärksten weht – ist ja eigentlich klar. Der Wind über die Nordsee ist so stark, dass ein einzelnes Windrad an der richtigen Stelle über 4000 Haushalte mit Strom versorgen könnte. Windparkgegner und –befürworter stehen sich mit den Pros und Contras seit Jahren gegenüber.

1 – Doppelzimmer oder gleich ein ganzes Haus?

Da die Nordseeküste ein so beliebtes Urlaubsgebiet ist, finden sich dort auch mehrere tausende Gäste-Unterkünfte. Dabei sind über die Hälfte dieser Unterkünfte Ferienhäuser. Hotels beherbergen aufgrund ihrer größeren Zimmeranzahl zwar jährlich immer noch mehr Gäste, als die Ferienhäuser und –wohnungen, aber die schiere Überzahl ist durchaus beachtlich.

Hätten Sie es gewusst? Und auf welcher Seite der Windparkdebatte stehen Sie? Möchten Sie in Zukunft mehr Beiträge aus der Top 7-Kategorie sehen?

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2 Kommentare

  • Antworten
    Bernd Brosch
    3. August 2015 um 16:40

    Hallo Michael,

    interessant, was so alles über die Nordsee in Erfahrung gebracht werden kann.
    Allerdings sollte man den Daten etwas mehr Aufmerksamkeit schenken:
    bei 1 Kilo je Fisch werden aus 2.000.000 Tonnen Fisch 2.000.000.000 Fische (= 1 Milliarde Fische und nicht 1 Billion Fische).
    würde mich freuen, wenn es weitere Beiträge gibt.

    Viele Grüße

    Bernd

    • Antworten
      Michael Linke
      3. August 2015 um 17:13

      Hallo Bernd,

      Du hast natürlich vollkommen Recht. Da habe ich wohl das Meer vor lauter Fische nicht mehr gesehen. Ich habe den Fehler im Text behoben und bedanke mich für den Hinweis 🙂

      Freundliche Grüße
      Michael

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